Stadtteileingang Galluswarte Frankfurt am Main

EU-weiter, nicht offener Realisierungswettbewerb mit Ideenteil 2011 3. Preis

Arbeitsgemeinschaft mit woernerundpartnerplanungsgesellschaft mbH Frankfurt
und CONCEPTLICHT GmbH Traunreut

Der Wartturm ist das prägende Element für das Wettbewerbsgebiet und gleichermaßen identitätsstiftend für den Stadtteil Gallus. Er stand viele Jahre bevor das Gallus entstand alleine vor der Stadt als steinernes Bollwerk mitten im Grünen. Gegenwärtig steht er in mitten der Stadt, wird bedrängt von der umgebenden Bebauung, dabei im Besonderen durch das Überführungsbauwerk der Bahntrassen.
Ein neu gewebter Landschaftsteppich schafft einen stabilen Anker für den verwaisten Turm, bettet ihn fest in den Stadtteil ein, verweist mit seiner grünen Künstlichkeit auf den ursprünglichen Ort und schafft gleichzeitig vielfältige Nutzungsangebote für die Bewohner des Gallusviertels.

Dieser Landschaftsteppich wird in verschiedener Weise bearbeitet, aufgeschlitzt und hochgehoben, sodass eine dreidimensionale, gefaltete Skulptur entsteht. Durch die Auffaltung entstehen Aufenthaltsangebote um den Wartturm herum, funktionale Bereiche entlang der Straßenbahnhaltestelle und ein wahrnehmbares Objekt am Stadtteileingang, das gleichzeitig ein Portal als auch einen stabilen Sockel für das Denkmal Galluswarte bildet. Er kann somit neues und altes Wahrzeichen für einen in Transformation befindlichen Stadtteil werden.

Der Raum unter dem Landschaftsteppich bietet eine multifunktionale Nutzung an.

Insgesamt stehen knapp 1.000m² BGF unter dem vorderen Bereich des Landschaftsteppichs zur Verfügung. Beispielweise für einen Szenetreffpunkt mit Lounge und Discothek. Die optimale Verkehrsanbindung und unmittelbare Nähe zum Hauptbahnhof sind ideale Voraussetzungen, die zusätzlich durch den besonderen Charakter des Ortes ihren Charme erhält.

B.A.S. Dipl. Ing. Peter Begon D-60314 Frankfurt